Ende November 2015 berichtete die «SonntagsZeitung» prominent über die offensichtlichen Schwächen des Lehrplan 21 und liess dabei ausführlich politisch linksliberal bis links stehende Persönlichkeiten zu Wort kommen. Dass die breite Öffentlichkeit auf diese Weise zur Kenntnis nehmen durfte, dass sich die Gegner der überbordenden Volksschulreformitis bei weitem nicht nur in die «rechtskonservative» Ecke drängen lassen, erweist sich als aufsehenerregende neue Entwicklung.

In der Folge entflammte eine lebhafte Debatte, welche die ohne demokratische Legitimität agierenden LP21-Promotoren immer stärker unter Druck setzt. Doch je mehr über den Lehrplan 21 gesprochen wird, desto störrischer und aggressiver fallen die Reaktionen der Bildungsbürokraten aus. Die Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) sah sich gar bemüssigt, die «SonntagsZeitung» in einer Medienmitteilung zu rügen. Dass weitere Argumente, zusammengetragen in der bemerkenswerten Broschüre «Einspruch!», die unter Federführung des Bieler Lehrers und GLP-Politikers Alain Pichard herausgegeben wird, öffentlichen Widerhall erfahren, missfällt der D-EDK offensichtlich.

In der Schweizer Ausgabe von «DIE ZEIT» durfte Beat Kissling, Kantonsschullehrer, Hochschuldozent und Mitherausgeber von «Einspruch!», auf die Kritik antworten, er und die über 20 Mit-Autoren von «Einspruch!» würden eine «düstere Zukunftsvision» des schweizerischen Bildungswesens vorlegen. «Wir verlangen einen Stopp der Reformitis und einen breiten öffentlichen Dialog über die Auswirkungen dieser Bildungsreform», so Kissling.

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