Auf der Basis des Lehrplans 21 wird im Kanton Appenzell-Innerrhoden auf das Schuljahr 2018/2019 der «Lehrplan Appenzell Innerrhoden» eingeführt. Quelle: ai.ch.

Einzelinitiative: Abgelehnt an der Landsgemeinde

Eine Einzelperson wollte mit einer Einzelinitiative die Einführung des Lehrplans 21 verhindern. Die im Sommer 2015 eingereichte Initiative hat vorgesehen, dass es weiterhin in der Hoheit des Kantons bleibe, den Lehrplan festzulegen. Wie bis anhin sollte in Jahrgangsklassen unterrichtet werden und im Lehrplan konkrete Fächer und Jahresziele festgeschrieben werden. Dies im Gegensatz zum Lehrplan 21, wo die Rede von «Fachbereichen und Kompetenzen» ist.

Das Kantonsparlament von Appenzell-Innerrhoden, der Grosse Rat, lehnte die Initiative am 30. November 2015 ab. Am 24. März 2016 gab der Initiant Paul Bannwart den Rückzug seiner Initiative bekannt. Nach etlichen Veranstaltungen und persönlichen Gesprächen sei ihm versichert worden, dass die umstrittenen Elemente des Lehrplan 21 in Appenzell-Innerrhoden nicht eingeführt würden. Schulreformen würden bloss moderat eingeführt werden.

Trotz der Rückzugserklärung wird die Einzelinitiative dennoch anlässlich der Landsgemeinde vom 24. April 2016 behandelt werden, da die Frist für einen Rückzug schon abgelaufen war. Die Einzelinitiative wurde von der Landsgemeinde abgelehnt.

>> Bericht auf Zeit-Fragen zum Rückzug der Initiative: Appenzell Innerrhoden führt radikale Schulreformen nicht ein (PDF-Datei)


kreuz.gifStatus:

Der Lehrplan Appenzell Innerrhoden wird per Schuljahr 2018/2019 eingeführt.

 

 

Webseite:
www.ai-lp.ch

Links:
>> Medienmitteilung zur Einzelinitiative betr. Lehrplan 21 in Appenzell-Innerrhoden
>> Bericht im St. Galler Tagblatt online über die Einzelinitiative in Appenzell-Innerrhoden
>> Leserbrief «Schüler lernen in den Schulen zu wenig»>> Einzelinitiative Lehrplan 21 an Landsgemeinde: SVP verzichtet auf Empfehlung (Tagblatt vom 31.03.2016)

15.10.2015 | 1503 Aufrufe