Die Volksinitiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» eines überparteilichen Komitees wurde am 15. Mai 2015 lanciert. Die Sammelfrist lief bis am 15. November 2015, wobei mindestens 4‘000 Stimmberechtigte die Initiative unterzeichnen mussten. Die Initiative wurde am 3. November 2015 mit fast 5'000 Unterschriften eingereicht. Die Volksinitiative wurde in der Volksabstimmung vom 27. November 2016 mit 75,3 % Nein-Stimmen abgelehnt.

Die Initiative will im Gesetz über die Volksschule festschreiben, dass Lehrpläne Jahrgangsziele für die einzelnen Unterrichtsfächer enthalten und dass Stundentafeln die entsprechende Aufteilung der Unterrichtszeit regeln. Die Lehrpläne sollen insbesondere die elementaren Ziele Lesen, Schreiben, Rechnen und eine positiv Arbeitshaltung sichern.

Am 19. März 2016 teilte der Thurgauer Regierungsrat mit, die Initiative für gültig zu erklären. Gleichzeitig kündigte der Regierungsrat an, die Volksinitiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» abzulehnen. Der Thurgauer Grosse Rat behandelte die Volksinitiative Mitte Juni 2016 und beschloss nach intensiver Debatte, sie mit 97 zu 22 Stimmen zur Ablehnung zu empfehlen.

Die Volksabstimmung fand am 27. November 2016 statt. Die Initiative ist vom Volk mit 75,3 % Nein-Stimmen zu 24,7 % Ja-Stimmen abgelehnt worden.

Status:
Die Volksinitiative ist am 27. November 2016 mit 75,3 % Nein-Stimmen vom Volk abgelehnt worden.


Infos zur Thurgauer Volksabstimmung «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule»

>> Abstimmungsflyer «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» am 27.11.2016 (PDF-Datei)
>> Nationalrätin Verena Herzog: Bildungsabbau und Kostenexplosion
>> Kantonsrat Urs Martin: Die Angst der Bildungsbürokratie vor dem Volk
>> Lehrerin Hedwig Schär: An den Lehrmitteln erkennt man den Irrsinn
>> Verlorene Volksabstimmung vom 27.11.2016: Mitteilung des Thurgauer Komitees

Webseite:

www.gute-schule-tg.ch
>> Einreichung der Unterschriften

Parlamentarische Vorstösse

>> Einfache Anfrage «zur Verwaltungsvereinbarung über die Durchführung des Erarbeitungsprojekts für einen sprachregionalen Lehrplan (Projektvereinbarung Lehrplan 21)» von Urs Martin und Hermann Lei (26. Februar 2014) (PDF-Datei)
--> Antwort des Regierungsrats vom 15. April 2016 (PDF-Datei)
>> Interpellation «zu den Auswirkungen des Lehrplan 21 auf die Stundentafel im Kanton Thurgau» sowie zur Kompetenzorientierung und dem Zeitpunkt der Einführung von Daniel Vetterli und Urs Schrepfer (26. Februar 2014) (PDF-Datei)
--> Antwort des Regierungsrats vom 25. November 2016 (PDF-Datei)
>> Motion «Stärkung der parlamentarischen Mitsprache beim Erlass von Lehrplänen im Kanton Thurgau» (26. Februar 2014) (PDF-Datei)
--> Die Motion wurde vom Grossen Rat am 17. Dezember 2014 behandelt und für nicht erheblich erklärt.

Unterschriftenbogen:
>> Volksinitiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» (PDF-Datei) UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG ABGESCHLOSSEN

Links:
>> Volksinitiative gegen Lehrplan für gültig erklärt (St. Galler Tablatt vom 19.03.2016) (PDF-Datei)
>> Initianten werfen Regierung vor, die Initiative zu ignorieren (Tagblatt vom 14.04.2016) (PDF-Datei)
>> Einfache Anfrage vom 23.03.2016: Politische Rechte von Lehrpersonen vs. Treuepflicht zum Arbeitgeber (von Kantonsrat Reto Lagler, CVP) (PDF-Datei)
>> Kritiker sprechen von Maulkörben (Tagblatt Online vom 24.05.2016) (PDF-Datei)
>> Thurgauer Grosser Rat lehnt Lehrplan-Initiative ab (Tagblatt Online vom 16.06.2016) (PDF-Datei)
>> Alle wollen beim Thurgauer Lehrplan 21 mitreden (SRF Regionaljournal vom 28.06.2016) (PDF-Datei)
>> Frühsprachen-Streit: Thurgauer empört über Bundesrat Berset (Tagblatt Online vom 08.07.2016) (PDF-Datei)
>> Schützenhilfe für die Thurgauer (Tagblatt Online vom 16.07.2016) (PDF-Datei)
>> Thurgau und Frühfranzösisch: Vorerst kein Einlenken im Sprachenstreit (PDF-Datei)

Kontakt:

IG für eine gute Thurgauer Volksschule
Postfach 63
8595 Altnau

E-Mail: kontakt@gute-schule-tg.ch

 

16.10.2015 | 774 Aufrufe