Lehrplan 21 – radikalster Systemwechsel in der Geschichte der Volksschule

Frau Steiner war noch nicht dabei, als die Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK) im Jahr 2010 die «Grundlagen für den Lehrplan 21» genehmigte und damit den radikalsten Systemwechsel in der Geschichte der Volksschule beschloss. Die umstrittene Kompetenzorientierung des LP21 beruht auf dem konstruktivistischen Lehr- und Lernverständnis und verlangt als alleinige «zeitgemässe» Methode das «selbstgesteuerte Lernen».

Schulreformen sind nicht tabu

Kommentar von Thomas Dähler, Basler Zeitung vom 24. Juni 2016

Zehn Jahre Bildungsartikel: Keine Willensnation in der Schule? (SRF-Tagesgespräch vom 23.06.2016)

Am Anfang stand der Wunsch nach einer Harmonisierung der kantonalen Lehrpläne. Harmonisch ist gar nichts mehr. Hanspeter Amstutz war 44 Jahre Oberstufenlehrer. Kathrin Meier ist Primarlehrerin. Sie sind Gäste von Susanne Brunner im Tagesgespräch von Radio SRF.

Luzerner Volksinitiative «Bildungsreformen vor das Volk» eingereicht

Das überparteiliche Komitee setzt sich mit ihrer Initiative «Bildungsreformen vor das Volk» dafür ein, dass das Luzerner Stimmvolk zukünftig in wichtigen Schulfragen mitentscheiden darf und der Kantonsrat seine Aufsicht im Bereich Bildung umfassend wahrnehmen kann. Mit Freude und Entschlossenheit konnten die 4'172 Unterschriften für die Initiative fristgerecht am 24. Juni 2016 an das Amt für Gemeinden eingereicht werden.

Wichtiges arithmetisches Grundwissen bleibt auf der Strecke

Viele kantonale Initiativen im Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 (LP 21) wenden sich gegen den Bildungsabbau in den schulischen Grundlagen. Die Volksinitiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» fordert daher z.B., «die elementaren Ziele Lesen, Schreiben, Rechnen und eine positive Arbeitshaltung» zu sichern. Die Bildungsadministrationen behaupten hingegen, dass auch der LP 21 dies anstrebe. Ein Blick in den LP 21 erhellt, was künftig im Bereich Rechnen zu erwarten ist.

Ade du schöne Harmonisierungs-Idee

Ganz schön auf Trab hält mich dieser Lehrplan 21! Ein Lehrplan, der ja gar nicht für die Lehrer gedacht ist und mit dem, so wird jedenfalls behauptet, sich fast nichts ändern wird. Ein Lehrplan, der gar nicht nötig gewesen wäre und nun doch die Gemüter erhitzt. Ich bleibe dabei, ich kritisiere ihn. 

Lehrplan 21 als Standortnachteil für die Wirtschaft

Gegenwärtig soll in verschiedenen Kantonen mit dem umstrittenen Lehrplan 21 die radikalste Änderung des Schulsystems seit Bestehen der Volksschule vorgenommen werden. Dass die Bedenken, die von der Lehrerschaft, besorgten Eltern und Pädagogikprofessoren, angemeldet wurden, ihre Berechtigung haben, zeigen die schlechten Resultate der LP21-Versuchsschulen, die mit der „Kompetenzorientierung“ und ihrem „selbstgesteuerten“ oder „selbstorganisierten Lernen SOL“ den bewährten Klassenunterricht weitgehend abgeschafft und qualifizierte Lehrer zu „Lernbegleiter“ degradiert haben.

Nachlese zu den Volksabstimmungen im Kanton Baselland vom 5. Juni 2016

Die Fremdsprachenharmonisierung ist gescheitert, die Sammelfächer werden nicht flächendeckend eingeführt, die Bewertung der überfachlichen Kompetenzen wird massiv bekämpft - was wird am Ende von diesem "Spass" überhaupt noch bleiben? Nur die lustige Riege aus EDK-PH-Verwaltung (inklusive LCH) spielen weiter wie das Orchester auf der Titanic. --> Zu den Abstimmungsergebnissen: Baselland reif für die Bildungsinsel (BZ Basel vom 7.6.2016)

Lehrplan 21: Der Widerstand wächst (ECO vom 7.1.2016)

Vor rund 10 Jahren haben sich die Schweizer für eine Harmonisierung des Schulsystems ausgesprochen. Die Grundidee: Anstatt dass jeder Kanton einen eigenen Lehrplan hat, soll es nur noch einen für alle 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone geben. Das erleichtert etwa einen Wohnortswechsel. Und heute: In mehr als der Hälfte der beteiligten Kantone wurden bereits Volksinitiativen dagegen gestartet.

Quelle des Videos: www.srf.ch

Kontroverse um Lehrplan 21 im Baselbiet («10vor10», 17.5.2016)

Der erste Lehrplan für die ganze Deutschschweiz stösst auf allerlei Kritik und Verbesserungswünsche. Im Baselbiet wird am 5. Juni 2016 über eine Initiative abgestimmt, die verlangt, dass das Kantonsparlament und nicht ein Expertengremium den neuen Lehrplan absegnet. Quelle des Videos: www.srf.ch

 

Lehrplan unter Ausschluss der Öffentlichkeit entwickelt

Von Jürg Wiedemann

Für die Gesellschaft und die Wirtschaft haben die an Volksschulen verwendeten Lehrpläne beachtliche Auswirkungen. Deshalb sind sie von legitimem öffentlichem Interesse. Der Lehrplan 21 wurde unter Ausschluss des Meinungsbildungsprozesses der Schulen im stillen Kämmerlein ausgearbeitet. Federführend war ein Kabinett, sprich die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), welche ohne Auftrag und ohne Legitimation einen Lehrplan mit einer völlig neuen Ideologie erarbeitet hat und jetz…

«Grundlagen für den LP21» als «Büchse der Pandora»

Die „Grundlagen für den Lehrplan 21“ wurden ab 2006 von einer kleinen Projektgruppe mit folgenden Mitgliedern erarbeitet: Marco Adamina, lic. phil. nat., dipl. Geograph, Dozent der PH Bern; Konstantin Bähr, M.A., Stv. Leiter der Bildungsplanung des Kantons Zürich; Christian Studer, Vorsteher des Amt für Volksschulen des Kantons Basel - Landschaft, Liestal; Anton Strittmatter , Dr. phil., Leiter Pädagogische Arbeitsstelle des LCH ; Brigitte Wiederkehr Steiger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Regionalsekretariats der EDK - Ost, St. Gallen. Auffallend ist, dass keine in der Praxis stehende Pädagogen zugezogen wurden

Informiert die Bevölkerung über den Lehrplan 21!

Blog-Artikel von Fritz Tschudi auf suedostschweiz.ch vom 4. Mai 2016

Das beharrliche Schweigen der Offiziellen nennt sich in der Sprache des Lehrplans 21 (LP21) «Kompetenzkompensationskompetenz». Diese hat sich anscheinend zur wichtigsten Basiskompetenz in der heutigen Bildungspolitik gemausert. Sie gilt als unverzichtbar. Und in der Tat: Für die breite Öffentlichkeit ist der Lehrplan 21 ein grosses Fragezeichen geblieben. Vor allem die Eltern schulpflichtiger Kinder warten auf überzeugende An…

Bericht zu LP21-Veranstaltung in Weinfelden vom 8. Juni 2016

Veranstaltungsbericht

Kritik an der Kompetenzorientierung im Lehrplan 21

Mit der Podiumsdiskussion am Mittwoch, 8. Juni 2016, im voll besetzten Rathaussaal Weinfelden nimmt im Thurgau der Abstimmungskampf über die Einführung des neuen Lehrplanes Fahrt auf. Vermutlich im November soll das Stimmvolk über die Volksinitiative „Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule ohne Lehrplan 21“ befinden.

Zürich: Überladene Lektionentafeln als Abbild des Lehrplans 21

Bericht von der Medienkonferenz zur Eröffnung der Vernehmlassung zum Zürcher Lehrplan 21

Hanspeter Amstutz: «Überfüllte Lektionentafeln aufgrund eines hohen Erwartungsdrucks»

Diskussionsbeitrag von Hanspeter Amstutz zur Vernehmlassung des Zürcher Lehrplans 21: Überfüllte Lektionentafeln aufgrund eines hohen Erwartungsdrucks

Schafft ein möglichst lückenloses Bildungsprogramm eine starke Volksschule? Dies könnte man fast vermuten, wenn man einen Blick auf die überfüllten Lektionentafeln des in die Vernehmlassung geschickten Zürcher Lehrplans 21 wirft. Getragen von der Vorstellung, dass eine detaillierte Planung mit nicht weniger als 2700 Teilzielen den Erfolg schon fast garantiere, wird die Volksschule ganz gehörig unter einen Erwartungsdruck gestellt. Da werden 36 Wochenlektionen im achten Schuljahr festgelegt, obwohl man längst weiss, dass kaum ein Schüler ohne Leistungseinbussen dieses Wochenprogramm schafft.

Mitsprache bei Bildungsfragen - Doppelinitiative in Graubünden lanciert

Das Komitee «Gute Schule Graubünden» hat am 11. April 2016 folgende zwei Volksinitiativen lanciert:

1. Verfassungsinitiative «Gute Schule Graubünden - Mitsprache bei wichtigen Bildungsfragen»
2. Gesetzesinitiative «Gute Schule Graubünden – Mitsprache bei Lehrplänen»

Damit die beiden Volksinitiativen zustande kommen, müssen mindestens 4‘000 Stimmberechtigte (Verfassungsinitiative) bzw. 3'000 Stimmberechtigte (Gesetzesinitiative) des Kantons Graubünden die Initiativen innert eines Jahres unterzeic…

«Volksschüler im Gestrüpp der Bildungsbürokratie»: Der Fall Bettina

Bettina [echter Name dem Bildungs-Kompass bekannt] besucht eine Reformschule, in welcher – offiziell bewilligt und gefördert von der Zürcher Bildungsdirektion – modische Reformen gleichsam paketweise in einem über Jahre angelegten Schulversuch ausprobiert werden. In Bettinas Klassenzimmer stehen eine ganze Serie von Schulreformen, die den Reformfunktionären wichtig sind, gleichzeitig im Versuch…

Polit-Agitation an Zürcher Mittelschulen: Bildungsdirektorin Silvia Steiner antwortet der Aktion Bildungs-Kompass

Am 8. Februar 2016 schrieb die Aktion Bildungs-Kompass einen Brief an Dr. Silvia Steiner, Regierungsrätin und Bildungsdirektorin. Wir wiesen in diesem Brief auf uns bekannte Fälle massiver politisch motivierter Beeinflussung seitens mehrerer Rektoren und Lehrern gegenüber ihren Schülern hin und erbaten, umgehend Massnahmen zu ergreifen. Unter anderem bewarben sie ein mit politischen Forderungen gespicktes «Zürcher Manifest für die Bildung», liessen an einer Schule politische Werbeplakate aufhängen und führten im Sportunterricht «Flashmobs» durch.

«Schweizerzeit» vom 18.03.2016: Verblüffende Widersprüche bei Zürcher Polit-Agitation

Aus der Rubrik «Churz und bündig» zu politischer Agitation, erschienen in der «Schweizerzeit» vom 18. März 2016:

In der Ausgabe 05/2016 berichtete die «Schweizerzeit» über schwerwiegende politische Beeinflussung von Schülern an Zürcher Gymnasien. Am 9. März 2016 machte der Zürcher Regierungsrat nun seine Antwort auf eine kritische parlamentarische Anfrage der Kantonsräte Hans-Peter Amrein und Rolf Robert Zimmermann öffentlich. Der Regierungsrat verhedderte sich dabei in verblüffende Widersprüch…

Fremdsprachen-Evaluation Zentralschweiz: Hier sind die Berichte

Was früher Fremdsprachenunterricht tatsächlich bringt ist je länger je mehr klar: Nämlich erwiesenermassen wenig bis gar nichts (wir berichteten)! Die veröffentlichten Schlussberichte geben nun Einsicht in die Evaluation der Primarfremdsprachen, die von der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz beauftragt wurde.

Interessant: Trotz dieser bedenklichen Befunde hält die Bildungsdirektorenkonferenz am Unterricht von zwei Fremdsprachen an Zentralschweizer Schulen fest.

Laden Sie hier die inter…

Die Illusion vom Ende der Ausgrenzung

Erschienen am 6. April 2016 im Blog von suedostschweiz.ch.

Integration fordert für alle Menschen die volle Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Dabeisein ist alles. Mit Ausgrenzung soll Schluss sein. «Es ist normal, verschieden zu sein» oder «jedes Kind ist besonders». 

Elisabeth Calcagnini

Diese Devisen wurden zu einer neuen Weltanschauung erklärt, die in alle sozialen Bereiche ausstrahlte. Wer mag da widersprechen? Weltweit forderten die Vereinten Nationen die Auflösung aller Spezial- und S…

Kontroverse um Frühfranzösisch im Thurgau

Ein Thema, das für rote Köpfe sorgt: Hilft bereits auf der Primarstufe unterrichtetes Frühfranzösisch tatsächlich, die Sprache besser zu erlernen, als wenn die Schüler die Fremdsprache erst in der Oberstufe lernen? Abseits der beschworenen Gefährdung des nationalen Zusammenhalts gibt es durchaus gewisses Verständnis aus der Westschweiz dafür, dass ein Verzicht frühen Fremdsprachenunterricht keineswegs ein Votum gegen die französische Sprache ist.

Dazu ein Beitrag der TV-Sendung «10vor10» vom 1.…

Tagblatt-Interview mit Verena Herzog: «Das ist emotionales Getue»

Das «Tagblatt» führte am 6. April 2016 ein Interview mit Verena Herzog, Thurgauer SVP-Nationalrätin und Vorstandsmitglied der Aktion Bildungs-Kompass. Hier publizieren wir das Interview. Quelle: tagblatt.ch

SVP-Nationalrätin Verena Herzog ist Urheberin der Debatte über die Abschaffung des Frühfranzösisch. Sie ist überzeugt, dass dies den Thurgauer Schülern zugute kommt. Interventionsdrohungen von Bundesrat Alain Berset machen ihr keinen Eindruck.

VON MICHÈLE VATERLAUS

Frau Herzog, glauben Sie,…

Baselland: Abstimmung über Lehrplan 21-Einführung am 5. Juni 2016

Am 5. Juni 2016 stimmt die Stimmbevölkerung des Kantons Basel-Landschaft über drei wichtige bildungspolitische Volksinitiativen des Komitees «Starke Schule Baselland» ab. Es sind dies folgende drei Vorlagen: 1. Verzicht auf Sammelfächer; 2. Lehrplan 21 sinnvoll überarbeiten; 3. Bildungsqualität auch für schulisch Schwächere (KVS).

Alain Pichard in der BaZ vom 24.03.2016: Zivilcourage vs. Bürokratie

Dieser Kommentar ist erschienen in der Basler Zeitung vom 24. März 2016

Über den Lehrplan 21 und eine erziehungswissenschaftliche Wende

Zivilcourage vs. Bürokratie

Von Alain Pichard

Mit dem Lehrplan 21 wird eine erziehungswissenschaftliche Wende vollzogen – weg von klassischen Lernzielen, hin zur Kompetenzorientierung. Dieser Paradigmenwechsel stellt auch die Frage nach der Beurteilung neu. Die Diskussion über das Messen von Leistungen und das Bewerten von fachlichen und insbesondere überfachli…

BaZ: Düstere Aussichten für den Lehrplan 21 - mit Statement der Aktion Bildungs-Kompass

Die Basler Zeitung berichtet am 21. März 2016 über die düsteren Aussichten des Lehrplans 21 - mit Auszügen der Position der Aktion Bildungs-Kompass.

Kinderärzte Schweiz: Geht der Lehrplan 21 uns etwas an?

Kinderärzte Schweiz, 18. März 2016

Geht der Lehrplan 21 uns etwas an?

von Jürg Barben und Arnold Bächler

Im letzten Jahr wurden der Lehrplan 21 und die damit verbundenen Schulreformen in den Medien sehr kontrovers diskutiert. Anfänglich haben sich vor allem rechtskonservative Kreise kritisch zu den problematischen Entwicklungen um Harmos, den Lehrplan 21 und das Frühsprachenkonzept geäussert. Mit der Informationsbroschüre «Einspruch» haben sich gegen Ende des Jahres aber auch namhafte linkslibe…

Brisant: Vater des Bildungsartikels kritisiert Lehrplan 21

Im Dezember 2015 wurde in den Medien erstmals über den linken Widerstand gegen den Lehrplan 21 berichtet. Bisher behaupteten sie immer, der Widerstand würde lediglich von „rechtskonservativen“, „ewiggestrigen“ Kreisen kommen. Dabei gab es schon lange und immer wieder linke Stimmen, wie diejenige von Hans Zbinden, langjährigem SP-Nationalrat und Vater des Bildungsartikels von 2006 in der Bundesverfassung.

Studie belegt: Zentralschweizer Schüler verfehlen Französisch-Lernziele klar!

(...) Zum ersten Mal liegt eine breit angelegte Studie vor, die die Leistungen der Schüler im Fremdsprachenunterricht untersucht und für eine Versachlichung der emotional geführten Diskussion sorgen soll. Das Institut für Mehrsprachigkeit (IfM) der Uni Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg analysierte die Leistungen von 3'700 Schülerinnen und Schülern der 6. und 8. Klasse in der Zentralschweiz. In den sechs Kantonen gilt das Modell 3/5: Ab der 3. Primarklasse wird Englisch unterric…

Baselland: Lehrplan 21 vor dem Aus? Motion verunmöglicht ausschliesslicht kompetenzorientierten Lehrplan!

Am 17. März 2016 ist im Baselbieter Landrat eine wichtige Motion mit Brisanz überwiesen worden. Der Vorstoss wurde entgegen der Empfehlung der Regierung nicht als Postulat, sondern als Motion (verbindlicher Auftrag) überwiesen. Ein kompetenzorientierter Lehrplan wird damit verunmöglicht. Ausserdem werden die Lernziele in Jahresplänen (an Stelle von Zyklen) festgeschrieben.

Vorstoss im Kanton Bern fordert: Keine vorzeitige Einführung des Lehrplans 21

Obwohl für die Volksinitiative "Für demokratische Mitsprache - Lehrpläne vors Volk" noch immer Unterschriften gesammelt werden, gab die Erziehungsdirektion des Kantons Bern am 18. März 2016 bekannt, den Lehrplan 21 per 1. August 2018 gestaffelt einführen zu wollen. Für Grossrat Thomas Knutti ist dieses Vorgehen demokratiepolitisch fragwürdig. Zusammen mit Mitunterzeichnern reichte er eine parlamentarische Motion ein, welche verlangt, die Einführung des Lehrplans 21 bis zur Volksabstimmung über …

Die Zukunft der Schule: Wie und was lernen unsere Kinder?

Die Sendung Einstein (SRF) befasst sich mit der Zukunft der Schule. Welche Rolle spielen Computer oder sogar Roboter? Es werden verschiedene Modelle angesprochen (altersdurchmischtes Lernen, individualisierendes Lernen) und die Lernforscherin Elsbeth Stern kommt immer wieder erklärend zu Wort. Für sie sind die Inhalte wichtiger als die Lernstrukturen. Dies scheint man heutzutage aber eher in den Hintergrund zu rücken, bilanziert Stern. Der Leiter des MINT - Zentrums der ETH macht Beispiele für …

Hanspeter Amstutz: «Jetzt müssen wir die Übung abbrechen»

Der pensionierte Lehrer und ehemalige EVP-Kantonsrat Hanspeter Amstutz im «TagesAnzeiger» vom 27. Februar 2016: Sprachlastigkeit an Schulen: «Jetzt die Übung abbrechen»

Erziehung zu angepassten Untertanen

Es vergeht kaum eine Woche in der nicht ein "Hund" in Sachen Lehrplan 21 von den Medien ausgegraben wird und jedes Mal werden die Beteuerungen der Erziehungsdirektoren, „der Lehrplan 21 ändere nichts“, Lügen gestraft. Jede weitere Enthüllung zeigt, dass bei der Volksschule "kein Stein auf dem anderen" bleiben würde und dass unsere Kinder nach den neoliberalen Plänen der Wirtschaftsorganisation OECD (Pisa) zu angepassten Untertanen umerzogen werden sollen.

LP21-Gesinnungssoldaten für Untertanenid…

«Kompetenzen» im Lehrplan 21

Unter «Kompetenz», wonach der Lehrplan 21 ja schwerpunktmässig ausgerichtet ist, kann ich mir wenig oder viel vorstellen. So bin ich dann mal ins Internet gegangen und habe mich bei Wikipedia informiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Kompetenz. Nun bin ich noch mehr verwirrt, vielleicht bin ich zu dumm, ich habe nicht studiert. Ich habe weder die Matura noch das Abitur. Übrigens, das deutsche Abitur-Niveau entspricht etwa einem schweizerischen Sekundarschule A-Wissensstand.

Zürcher Volksinitiative «Mehr Qualität – eine Fremdsprache an der Primarschule» eingereicht

Medienmitteilung des Komitees für nur eine Fremdsprache an der Primarschule

Am Freitag, 26. Februar 2016, wurde die Volksinitiative für eine Fremdsprache an der Primarschule mit 9‘270 Unterschriften eingereicht. Damit wurde ein deutliches Zeichen für eine bessere Staffelung des Fremdsprachenerwerbs in der Schule gesetzt. >> Die Medienmitteilung im PDF-Dokument herunterladen (hier klicken)

Die Rückmeldungen von den vielen Sammelaktionen im ganzen Kanton ergeben ein klares Bild. Das Lernen zweie…

Neue Broschüre: «Was will uns der Lehrplan 21 sagen?»

Mit «Was will uns der Lehrplan 21 sagen?» hat der Bildungsexperte Bruno Nüsperli (Mitglied des Aargauer Komitees «Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21») eine brisante 20-seitige Broschüre herausgegeben, die ab sofort bestellt werden kann. Der Verfasser hat den Lehrplan 21 ein ganzes Jahr lang intensiv studiert und jede einzelne «Kompetenz» gelesen und gewichtet.

In der nun vorliegenden, sehr lesenswerten und kompakten Broschüre sind zu jedem Fach die fragwürdigsten und banalsten Kom…

Wegen vielen Bestellungen: Neue, erweiterte 4. Auflage der Broschüre «Einspruch»

Der Erfolg der Lehrplan 21-kritischen Broschüre «Einspruch» übertrifft alle Erwartungen. Seit einer Woche ist nun auch die 3. Auflage restlos ausverkauft. In Zahlen ausgedrückt heisst dies, dass in den vergangenen zwei Monaten über 5'200 Exemplare in die ganze Schweiz verkauft wurden. Dazu wurden noch 300 Stück an Presse, Bildungsfachleute und Behörden geschickt. Insgesamt sind aber schon wieder 1'500 Bestellungen eingegangen, die nicht bedient werden können.

«Einspruch!» geht in die 4. Runde, …

Lehrplan 21 – Eine Ansammlung intellektueller Fehlüberlegungen

200 Experten haben hinter verschlossenen Türen einen neuen Lehrplan erarbeitet. Das Resultat vermag nicht zu überzeugen.

Werden Schüler politisch missbraucht? Politpropaganda in Zürcher Gymnasien!

Aufgescheucht vom pflichtbewussten politischen Entscheid, die teils masslos aufgeblähten Kostenstrukturen angesichts knapper Kantonsfinanzen genau zu hinterfragen, wurden nicht wenige in der Volksschule beschäftigte Staatsangestellte nervös und begannen, als «Volkswiderstand» getarnte, lautstarke Politaktionen zu inszenieren. Dem Bildungs-Kompass vorliegende Informationen belegen, dass die Schulleitungen von Zürcher Mittelschulen ihre Schüler aktiv zum «Widerstand gegen Sparpläne» aufgerufen und damit ihre Kompetenzen massiv überschritten haben. Hier den Artikel im PDF-Dokument herunterladen: Politpropaganda in Zürcher Gymnasien!

Kommentar zum Interview mit Regierungsrat Christian Amsler in der «SonntagsZeitung»

Im Interview mit der «SonntagsZeitung» wird Regierungsrat Amsler mit dem fragwürdigen Vorgehen der Bildungsbürokraten konfrontiert, welche den Lehrplan 21 hinterfragende Lehrer einzuschüchtern versuchen.

Lehrplan 21: Wenn «Volksdiener» zu Propagandisten werden

Es entspräche dem Auftrag der vom Volk gewählten Bildungsdirektoren, den Volkswillen bezüglich bildungspolitischer Entscheide umzusetzen – als Diener im Auftrag des Souveräns. Analysiert man das Vorgehen der meisten Bildungsdirektoren in Sachen Umsetzung des Lehrplans 21, dann geraten allzu viele dieser Regierungsräte in die Rolle reichlich unkritischer Propagandisten.

Zunächst ist festzustellen: Die Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK) ist ein in der Verfassung nirgends vorgesehenes Gremium. Es…

Mehr Generalisten – weniger Fachlehrer

In welche Richtung sich die Volksschule bewegt, darüber hat sich landesweit eine kontroverse Debatte entwickelt. Im Kanton Luzern wirft nun ein parlamentarischer Vorstoss (Postulat) von Kantonsrat Willi Knecht eine weitere wichtige Frage auf: Was genau müssen Lehrerinnen und Lehrer alles können? Kantonsrat Knecht und über 30 Mitunterzeichner aus den Reihen der SVP, CVP und FDP fordern: Die Ausbildung für die Primarstufe (1. bis 6. Klasse) soll zum Unterrichten aller Fächer und aller Bereiche befähigen.

Immer breitere Kritik am Lehrplan 21 auch aus linken Kreisen

Ende November 2015 berichtete die «SonntagsZeitung» prominent über die offensichtlichen Schwächen des Lehrplan 21 und liess dabei ausführlich politisch linksliberal bis links stehende Persönlichkeiten zu Wort kommen. Dass die breite Öffentlichkeit auf diese Weise zur Kenntnis nehmen durfte, dass sich die Gegner der überbordenden Volksschulreformitis bei weitem nicht nur in die «rechtskonservative» Ecke drängen lassen, erweist sich als aufsehenerregende neue Entwicklung.

Lehrplan 21 vors Volk – Volksinitiative auch im Kanton Bern

Mit der Einreichung der Volksinitiative «Ja zu Lehrpläne vors Volk» im Kanton Schaffhausen am 23. Dezember 2015 sind es mittlerweile acht Kantone, in denen Volksinitiativen zustande gekommen sind, die den Lehrplan 21 der Volksmitsprache unterstellen wollen. Am 21. Januar 2016 startet nun auch im Kanton Bern die Unterschriftensammlung für eine kantonale Volksinitiative.